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Akne (Acne vulgaris und Acne tarda)

Akne (Acne vulgaris) ist die häufigste Hautkrankheit bei Jugendlichen. Aber auch viele Erwachsene (Acne tarda) leiden darunter. Durch rechtzeitige und gezielte Behandlung lässt sich Akne gut heilen und Aknenarben vermeiden.

Unter dem Begriff Akne wird ein breites Spektrum entzündlicher Veränderungen der Haut, beginnend mit Mitessern (Komedonen) über entzündliche Papeln und Pickel bis zu eitrigen Knoten zusammengefasst. Meistens entsteht die Akne während der Pubertät und verschwindet anschließend von alleine. Während die leichte Form der jugendlichen Akne anfangs noch selbst behandelt werden kann, erfordern stärkere Ausprägungen bei Jugendlichen oder die Akne im erwachsenen Alter ärztliche Hilfe. Dabei geht es darum, einer unansehnlichen Narbenbildung vorzubeugen und akute Schübe zu lindern, aber auch um die psychischen Belastungen zu lindern, unter denen sehr viele Betroffene leiden.

Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung können wir gerade bei Akne sehr schnell die jeweils individuell richtige Therapie für jeden Patienten einleiten. Hierzu stehen uns medizinische, wie auch kosmetische Methoden zur Akne-Behandlungen zur Verfügung.

Akne
Behandlung von Akne beim Hautarzt gegen Aknenarben bei einer Frau

Was tun bei Akne?

Das Auftreten von Akne im Jugend- und jungen Erwachsenen-Alter ist normal. Einige Mitesser, unreine Haut und wenige Pusteln oder Pickel lassen sich zu Hause behandeln. Wird hierdurch keine Besserung erzielt, oder verschlechtert sich das Hautbild, dann sollte ein Hautarzt aufgesucht werden. Die Dermatologie verfügt über ein breites therapeutisches Spektrum und kann die Akne-Behandlung so steuern, dass eine Narbenbildung bei rechtzeitigem Beginn der Therapie verhindert werden kann.

Welche Ursache hat Akne?

Akne hat nicht nur einen, sondern mehrere Auslöser. Doch in fast allen Fällen sind hormonelle Schwankungen der Hauptauslöser, bei dem das männliche Hormon Testosteron einen negativen Einfluss auf die Talgdrüsen in der Haut ausübt. Deshalb tritt Akne meistens mit der Pubertät auf, wenn die hormonellen Veränderungen am stärksten sind. Aber auch häufig bei Frauen vor der Periode, einer Pillenpause oder der Geburt.

Doch nicht nur Hormonschwankungen begünstigen das Auftreten der Akne, sondern auch eine Reihe weiterer Faktoren, hierzu zählen:
    • Umwelteinflüsse:
      Schlechte Luft und Schmutzpartikel begünstigen Akne.
    • Genetische Veranlagung:
      Die Neigung zur Akne ist oft familiär geprägt.
    • Ernährung:
      Gesunde Ernährung, mit weniger Zucker, Milchprodukte, öl- und alkoholhaltigen Lebensmitteln hilft Akne zu lindern.
    • Stress:
      Anspannung und psychischer Druck erzeugt hormonelle Schwankungen, die wiederum das Entstehen von Pickeln fördern, wodurch sich der Stress verstärkt. So entsteht ein Teufelskreis.
    • Nikotin:
      Raucher leiden häufiger an Akne als Nichtraucher, weil Nikotin zu verstopften Hautporen führt.
    • Medikamente (Acne medicamentosa):
      Bei längerer Einnahme verschiedener Medikamente können Nebenwirkungen über die Darmflora, das Immunsystem und den Hormonhaushalt entstehen.
    • Magen-Darm-Probleme:
      Eine gute Verdauung ist ein Indiz für eine gesunde Darmflora, die vor Akne schützen kann.
    • Falsche Hautpflege (Akne cosmetica):
      Kosmetika und Cremes mit einem hohen Fett- oder Ölanteil können Akne auslösen.
    • Chemikalien (Acne venenata):
      Durch den Kontakt mit chemischen Reizstoffen, wie Chlor, Jod oder Teer kann Akne ausgelöst werden.

Welche Arten gibt es?

Die Ausprägungsformen der Akne werden in der Dermatologie nach dem Hautbild, der Ursache und zusätzlich nach dem Schweregrad unterteilt.

Nach dem Hautbild unterschieden werden:

    • Mitesser (Acne comedonica)
      mit weißen und schwarzen Mitessern

    • Papeln, Pusteln und Pickel (Acne papulopustulosa)
      mit entzündeten Pickeln
    • Akne-Knoten (Acne conglobata)
      mit größeren entzündlichen Knoten.
    • Andere Körperteile (Acne fulminans)
      können bei dieser schweren Verlaufsform betroffen werden, die zu Fieber und Gelenkschmerzen führt.
    • Akne in Hautfalten (Acne inversa)
      stellt die schwerste Verlaufsform da, die oft mit Übergewicht und starkem Nikotingenuss einhergeht.

Nach dem Auftreten und Lebensalter unterschieden werden:

    • Akne bei Neugeborenen (Acne neonatorum)
      tritt bei 20% der Neugeborenen meist an den Wangen und selten an Kinn oder Stirn auf.
    • Akne bei Kleinstkindern (Acne infantum) tritt zwischen dem 3. - 12. Monat bei Säuglingen im Gesicht und speziell den Wangen auf.
    • Akne im Jugendalter (Acne vulgaris)
      auch Pubertätsakne, tritt bei 85% aller Jugendlichen im Alter zwischen 15 – 18 Jahren im Gesicht und der oberen Körperhälfte auf.
    • Anke bei Erwachsenen (Acne tarda, Erwachsenenakne)
      tritt vorwiegend bei Frauen über 25 Jahren im Gesicht, Hals und Oberkörper auf.)
Akne bei Erwachsenen (Acne tarda) wird im Gesicht beim Hautarzt untersucht

Nach Schweregrad werden verschiedene Erscheinungsformen der Akne unterschieden.

    • Leichte Akne: 
      Einige Mitesser mit wenigen Pickeln oder Pusteln und keine Knötchen
    • Mittlere Akne:
      Viele Mitesser, einige Pickel und Pusteln, sehr wenige, recht kleine Knötchen
    • Schwere Akne:
      Viele Mitesser, Pickel und Pusteln sowie größere Knötchen und Knoten mit Aknenarben.

Welches sind die häufigsten Formen der Akne?

Die häufigste Form der Akne ist die Akne bei Jugendlichen (Acne vulgaris). Je nach Studie, leiden 70% - 95% der Jugendlichen im Laufe der Pubertät daran.

Was ist Akne vulgaris - Pubertätsakne?

Akne vulgaris ist die häufigste Form der Akne bei Jugendlichen und damit die häufigste Hauterkrankung in dieser Altersgruppe. Sie ist gekennzeichnet durch Mitesser, Pusteln und entzündete Pickel, die sich zu eitrigen Knoten entwickeln können. 60% der Jugendakne sind milde Verlaufsfälle, deren lediglich unreine Haut oder Mitesser keiner ärztlichen Behandlung bedürfen. Anders sieht es mit dem Rest der Betroffenen aus. Die Haut dieser Jugendlichen ist nicht nur unrein mit vielen Mitessern, sondern zeigt auch entzündete Pickel am Rücken, Gesicht und Oberkörper auf. Diese Jugendlichen und jungen Erwachsenen leiden unter einer mittleren bis schweren Pubertätsakne, die dermatologisch behandelt werden muss. Selber die Pickel auszudrücken oder die Pickel mit der Hand zu entfernen ist nicht ratsam. Eine dermatologische Behandlung ist empfehlenswert, um akute Schübe mit den damit verbundenen psychischen Belastungen und einer dauerhaften Vernarbung vorzubeugen.

Zur Behandlung können in unserer dermatologischen Praxis, je nach Schweregrad, medizinische konventionelle, medikamentöse oder kosmetische Behandlungen zielführend eingesetzt werden. So lässt sich nicht nur unreine Haut und Pickel entfernen, sondern auch die Bildung von Aknenarben verhindern.
Behandlung von Pubertätsakne (Akne vulgaris) bei einer Jugendlichen mit Pickeln im Gesicht von einer Hautärztin

Was ist Akne tarda - Erwachsenenakne?

Die Spätakne hat in den letzten Jahren zugenommen. Sie tritt erst nach dem 25. Lebensjahr auf und zeigt sich häufiger bei Frauen, als bei Männern. Besonders oft tritt sie in Form von Knoten im unteren Bereich des Gesichts auf. Akne tarda ist bei erwachsenen Frauen oft mit starken Entzündungen der Haut, veränderter Pigmentierung und Aknenarben verbunden, was die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen kann.
Akne tarda behandeln wir in unserer Praxis mit gutem Erfolg. Dafür haben wir ein Akne Management entwickelt. Dieses ergänzt medizinische und kosmetische Akne-Behandlungen mit Hinweisen zur krankheitsbezogenen Anpassung des Lebensstils in Hinblick auf Schadstoffe, Medikamente und Ernährung.
Frau mit Akne bei Erwachsenen (Akne tarda) und Entzündungen im Gesicht wird in einer Hautarztpraxis Behandelt

Welche Behandlung gibt es?

Auch wenn die gewöhnliche Akne (Acne vulgaris) in den meisten Fällen ohne Therapie verschwindet, lassen sich mit einer rechtzeitigen dermatologischen Behandlung schwere Verlaufsformen vermeiden, ohne dass Narben zurückbleiben. Die Akne Behandlung muss individuell auf die jeweilige Ursache, das Lebensalter, den Schwergrad und die Lebensumstände angepasst werden, um die jeweils beste Therapieform zu finden. In einigen Fällen sind schnelle Ergebnisse zu erzielen, doch manchmal dauert das etwas länger, denn nicht jeder Mensch ist gleich.
Die Methoden zur Akne Behandlung lassen sich in drei Bereiche unterscheiden, die teilweise in der Kombination die besten Ergebnisse erzielen:

Medizinisch-Kosmetische Behandlung:

Durch die gezielte Anwendung verschiedener medizinisch-kosmetischer Methoden und Wirkstoffe, lässt sich nicht nur das Hautbild verbessern, sondern können auch die Entzündungen abheilen, um einer Narbenbildung vorzubeugen. Infrage kommen Microdermabrasion, Hydrafacial, medizinische Peelings und die klassische Ausreinigung, die um verschiedene unterstützende Cremes und Wirkstoffe ergänzt werden können.

Medikamentöse Behandlung:

Mit äußerlich aufzutragenden Medikamenten lassen sich bakterielle Entzündungen wirksam eindämmen. Mitunter müssen auch Medikamente zum Einnehmen verschrieben werden. Da diese jedoch auch mit einigen Nebenwirkungen verbunden sind, werden die konservativen Methoden bevorzugt.

Lassen sich Aknenarben entfernen?

Aknenarben entstehen durch dauerhafte Entzündungen und schlecht abgeheilte Pusteln und Pickel während einer Akneerkrankung. Häufiges Ausdrücken der Pickel und falsche Behandlung verschlimmern die Entzündung und begünstigen das Entstehen von Aknenarben. Anders als die Akne selbst, verschwinden Aknenarben nicht von allein. Allerdings lassen sie sich inzwischen gut behandeln. Hierfür stehen uns in unserer dermatologischen Praxis folgende Methoden zu Auswahl:
  • •    Lasertherapie

  • •    Microdermabrasion

  • •    Ambulante Operationen

  • •    Chemische Peelings

  • •    Fruchtsäurebehandlungen

  • •    Unterspritzungen

  • •    Hydrafacial

  • •    Microneedling

Entfernung von Aknenarben in einer Hautarztpraxis

Termine zur Akne Behandlung

Termine zur Akne Behandlung oder zum Entfernen von Aknenarben vereinbaren Sie bitte hier in unserer Hautarztpraxis.

Medizinischer Fortschritt und Qualitätssicherung

Durch unsere Mitgliedschaften und die Fort­bildungen fol­gen­der medi­zini­scher Fach­gesell­schaften halten wir uns über die neusten wissen­schaft­lichen Er­kennt­nisse und For­schungs­ergeb­nisse im Bereich der Derma­tologie sowie der neusten Behand­lungs­methoden auf den Laufenden.
DDG – Deutsche Gesellschaft für Dermatologie
DDG – Deutsche Gesellschaft für Dermatologie
BVDD – Berufsverband der Deutschen Dermatologen
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Deutschsprachige Gesellschaft für Aesthetische Medizin und Fortbildung
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